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Ursprung
Für die kleine Geschichte sei angemerkt, dass der Branntwein des Armagnac der älteste Branntwein Frankreichs ist.
Bereits im 14. Jh. ist dieser Branntwein aufgrund seiner zahlreichen Tugenden in einem medizinischen Lehrbuch erwähnt worden. Im Laufe des 17. Jh. wurde er in Eichenfässern aufbewahrt. Aus dieser Vereinigung ist der Armagnac entstanden, ein französischer AOC-Branntwein mit einem prestigevollen Charakter.

Geographisch gesehen ist das Produktionsgebiet in drei Sektoren unterteilt: BAS-ARMAGNAC, TENARÈZE, HAUT-ARMAGNAC. Das bekannteste Gebiet liegt bei EAUZE, wo sich die Weinberge des „Château du Tariquet“ befinden.

Die Bodenbeschaffenheit des Bas-Armagnac ist durch arme und saure Ton-/Kieselerden mit eisenhaltigen Elementen gekennzeichnet, daher die Bezeichnung „fahlrote Sände“. Die hier überwiegenden Schlammböden werden Boulbènes genannt.

Die Vinifizierung verlangt den Respekt des Rohstoffes und hat kein anderes Ziel als die Erhaltung dessen, was die Natur in unseren Kellern bewerkstelligt hat, ohne jegliche Zugabe.

Die Destillation
Bei der Destillation durchläuft der Wein den Destillierkolben, der hier  „alambic armagnacais“  heißt und im kontinuierlichen Brennverfahren arbeitet. Dieser Destillierkolben ist aus Kupfer und wird ausschließlich von einem Holzfeuer geheizt; seine Dämpfe wärmen uns jedes Jahr gegen Ende Herbst, wenn die Gärung der Weine soeben abgeschlossen ist und sie nach den strengen Qualitätsbestimmungen der legendären Weingüter destilliert werden.

Origine armagnac






Das Altern
Alle unsere Bas-Armagnac schlagen während ihres Ausbaus denselben Weg ein. Die „Blanche“ ausgenommen (sie altert nicht auf Holz) werden die verschiedenen Qualitäten Branntwein, die aus dem Destillierkolben austreten, zum Altern in Fässern aufbewahrt, die dem Potenzial der jeweiligen Destillate entsprechen. Allgemein wird ein ausgewählter Branntwein zum Altern in einem traditionellen Keller mit gestampftem Erdboden und Holzgebälk aufbewahrt. Hier lagern die Fässer aus französischem Eichenholz mit feinen Poren und einem Fassungsvermögen von 400 l aus neuem Holz, oder 225 l bzw. 300 l, die vorher Wein enthalten haben (die Holzart wird in Funktion des erhaltenen Branntweins gewählt).

Sobald das spätere optimale Gleichgewicht zwischen Holz und Armagnac verspürt wird, wird dieser verarbeitet und in ältere und/oder größere Barriques umgefüllt. Dort verschmelzen die Vanillenoten des Holzes mit den kandierten Noten des Armagnac. Zur Alterung und Entwicklung des Bas-Armagnac ist nun nur noch Zeit erforderlich.

Einige Rebsorten
Die Rebsorten unserer Bas-Armagnac-Zusammenstellungen sind zu 65 % Baco 22A* und zu 35 % Ugni blanc** (je nach Verschnitt unterschiedliche Zusammenstellung).
Unsere Bas-Armagnac Selection Folle Blanche*** bestehen dagegen ausschließlich aus Folle Blanche.

*Baco 22A, das einzige in Frankreich empfohlene Hybrid, das Mr. Baco 1898 durch die Kreuzung von Folle blanche und Noah kreiert hat (direktes Hybrid). Die daraus hervorgegangenen Branntweine sind rund und geschmeidig.